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Zutritt und Einbruchmeldetechnik am selben Objekt: was die Marktzahlen zeigen

Einbruchmeldetechnik und Zutrittstechnik treffen am selben Objekt aufeinander, entwickeln sich als Markt aber sehr unterschiedlich. Dieser Beitrag stellt die Zahlen des Branchenverbands nebeneinander und ordnet sie ein, auch die unbequemen.

Was die Branchenzahlen sagen

Der Bundesverband Sicherheitstechnik erhebt gemeinsam mit dem ZVEI-Fachverband Sicherheit jährlich den Markt für elektronische Sicherheitstechnik in Deutschland. Die beiden hier interessanten Segmente entwickeln sich seit Jahren deutlich unterschiedlich.

BezugsjahrZutrittssteuerungEinbruch- und Überfallmeldeanlagen
2022454 Mio. Euro, plus 8,1 Prozent891 Mio. Euro, plus 1,8 Prozent
2023485 Mio. Euro, plus 6,8 Prozent900 Mio. Euro, plus 1,0 Prozent
2025541 Mio. Euro, plus 6,1 Prozent942 Mio. Euro, plus 2,4 Prozent

Drei Berichtsjahre in Folge wächst die Zutrittssteuerung etwa dreimal so schnell wie die Einbruchmeldetechnik.

Der ehrliche Zusatz dazu: Zutrittstechnik ist absolut betrachtet weiterhin das kleinere Segment. 541 Millionen gegenüber 942 Millionen Euro. Wer nur die Wachstumsrate zitiert, erzählt die Hälfte. Der Punkt ist nicht, dass Zutritt das größere Geschäft wäre, sondern dass dort die Bewegung stattfindet.

Was das praktisch bedeutet

Der interessante Teil ist nicht die Statistik, sondern dass beide Gewerke am selben Objekt zusammentreffen. Wer eine Einbruchmeldeanlage plant, steht ohnehin an jeder Tür, kennt den Kunden und das Objekt. Die Zutrittsseite mitzunehmen heißt deshalb nicht, einen neuen Kunden zu gewinnen, sondern denselben Auftrag vollständiger auszuführen.

Dazu kommt ein Zweites: Die Kopplung beider Systeme ist für den Endkunden ein spürbarer Komfortgewinn. Ein Medium für Tür und Anlage, keine getrennten Bedienungen, ein gemeinsames Protokoll. Das ist ein Argument, das sich verkaufen lässt, ohne über Preise zu reden.

Wo die Schnittstelle offene Fragen lässt

Beide Gewerke sind für sich sauber dokumentiert. Was fehlt, ist die Dokumentation dort, wo sie aufeinandertreffen. Sobald Zutritt und Einbruchmeldung zusammenkommen, stehen Fragen im Raum, die in keinem der beiden Handbücher beantwortet werden:

Genau diese Fragen beantwortet dieser Fachbereich. Nicht als Werbung für ein bestimmtes System, sondern als Entscheidungshilfe über Herstellergrenzen hinweg. Wir führen beide Welten und sind deshalb nicht darauf angewiesen, dass eine bestimmte Lösung gewinnt. Wo unsere Quellenlage nicht reicht, steht das ausdrücklich dabei.

Der Fall mit dem geringsten Aufwand

Am wenigsten Umbau kostet es dort, wo die Eingangstür einer bestehenden Anlage ohnehin schon überwacht wird. Die Zutrittsseite lässt sich dann ergänzen, ohne das Sicherungskonzept anzufassen.

Welcher der vier technischen Wege dafür passt, hängt an der Türsituation und am vorhandenen Alarmsystem. Die Gegenüberstellung finden Sie im Beitrag zur Kopplung von Einbruchmeldeanlage und Zutrittstechnik. Wenn die Tür im Rettungsweg liegt, lesen Sie bitte zuerst den Beitrag zur Fluchtwegtür, dort gelten andere Regeln.

Quelle: Marktzahlen des Bundesverbands Sicherheitstechnik BHE gemeinsam mit dem ZVEI-Fachverband Sicherheit, Erhebungen zu den Bezugsjahren 2022, 2023 und 2025. Wir aktualisieren die Zahlen, sobald neue Erhebungen vorliegen.

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