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Sperrelement richtig einsetzen: Zwangsläufigkeit an der Zugangstür

EASYLOCK ist im ProViAlarm-Sortiment eine Besonderheit: das einzige VdS-zertifizierte Produkt, das wir führen. Damit dieser Vorteil nicht durch eine falsche Anwendung zum Risiko wird, lohnt sich ein genauer Blick auf das, was ein Sperrelement leisten darf und wo seine feste Grenze liegt.

Was ein Sperrelement ist, und was es nicht ist

Ein Sperrelement ist ein Anlageteil, das bei scharfgeschalteter Einbruchmeldeanlage das Öffnen eines Zugangs verhindert, etwa ein Sperrschloss oder ein elektromechanischer Türöffner. Der wichtige Unterschied zum Blockschloss ergibt sich unmittelbar aus dieser Definition: Ein Blockschloss vereint Eingabe, Auswertung und Sperre in einem einzigen Gerät. Ein Sperrelement ist dagegen ausschließlich der sperrende Teil, es schaltet die Anlage nicht selbst und braucht dafür eine eigene, separate Schalteinrichtung.

Die technischen Anforderungen

AnforderungKennwert
Zuhaltekraftmindestens 1,0 kN, darf sich nicht durch übliche Betätigungen von außen entsperren lassen, etwa über Türdrücker oder Schloss samt Wechsel
Standfestigkeitmindestens 15.000 Betätigungen
Bedienbarkeitnicht von außerhalb des Sicherungsbereichs betätigbar, außer im unmittelbaren Zusammenhang mit der Unscharfschaltung
Freigabemuss nach der Unscharfschaltung automatisch erfolgen

Die eine Grenze, die keine Ausnahme kennt

Der wichtigste Satz zu diesem Bauteil: Der Einsatz von Sperrelementen an Türen im Verlauf von Flucht- und Rettungswegen ist nicht zulässig, auch nicht, wenn das Sperrelement über eine Sollbruchstelle verfügt. Das gilt ausnahmslos.

Diese Fehlkonstellation gehört zu den klassischen Ausschreibungs- und Errichterfehlern: Bei einer Fehlfunktion der Anlage oder bei einer Überspannung verriegelt das Sperrelement die Tür und verhindert damit genau die Fluchtmöglichkeit, die im Ernstfall gebraucht wird. Für Planer, Errichter und Betreiber entsteht daraus ein erhebliches Haftungsrisiko. Wie eine Zugangstür im Rettungsweg stattdessen korrekt gelöst wird, behandelt der eigene Beitrag zur Fluchtwegtür.

Wo EASYLOCK richtig eingesetzt wird

Außerhalb des Rettungswegs ist der Einsatz an normalen Zugangstüren zulässig, ebenso an Brandschutztüren, die nicht gleichzeitig Fluchtwegtüren sind. Ein weiterer typischer Einsatzfall: Sperrelemente sind das Mittel, um abgesetzte Sicherungsbereiche, etwa ein separates Nebengebäude oder einen abgetrennten Lagerraum, in die Zwangsläufigkeit des übergeordneten Sicherungsbereichs einzubeziehen.

Warum EASYLOCK eine Sonderstellung im Sortiment hat

Während unsere elektronische Zutrittstechnik (ELOCK2, Smartloxx, Tedee) konsequent den EN-Weg bedient und keine VdS-Anerkennung trägt, ist EASYLOCK das einzige VdS-zertifizierte Sperrelement in unserem Programm. Für Projekte, in denen VdS-Konformität vertraglich gefordert ist, etwa aufgrund einer Versicherungsauflage, ist es damit der richtige Baustein, vorausgesetzt, es kommt an der richtigen Stelle zum Einsatz: an der normalen Zugangstür, nicht an der Fluchtwegtür.

Im Zweifel vorher fragen. Ob eine Tür im Verlauf eines Rettungswegs liegt, ist nicht immer auf den ersten Blick eindeutig. Klären Sie das vor der Bestellung mit uns oder mit dem zuständigen Brandschutzsachverständigen. Telefon 07136 9620430.

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